Pressemitteilung

DiAG München Freising

Fachtag für Mitglieder der Jugendhilfeausschüsse

Kinder, Jugendliche und Familien in den Blick nehmen und ihre Interessen direkt im Jugendamt vertreten - das ist die Aufgabe der Jugendhilfeausschüsse in der öffentlichen Jugendhilfe. Als fachlich richtungsweisendes Gremium der Jugendhilfe in der Kommune kommt den Ausschüssen eine hohe Verantwortung und ein großer Gestaltungsspielraum zu.

Welche Anliegen ein besonderes Augenmerk verlangen und wie eine gute Zusammenarbeit zwischen den Jugendhilfeausschüssen und der Caritas bzw. der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfe (DiAG KJH) gestaltet werden kann, war Schwerpunkt des ersten Fachtags für Mitglieder der Jugendhilfeausschüsse aus katholischen Verbänden und Institutionen.Tische mit Menschen

Barbara Igl, Vorsitzende der DiAG KJH, stellte die DiAG als zentrales Kooperationsgremium des Caritasverands und der ihm angeschlossenen Fachverbände und Träger vor.

Die Geschäftsführerin des Landesverbands katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen in Bayern e.V. (LVkE), Petra Rummel, die auch Mitglied im Vorstand des Bayerischen Landesjugendhilfeausschusses ist, informierte über die Spitzenverbandliche Vertretung auf Landesebene. Sie zeigte die Kooperationen der verschiedenen Ebenen auf und machte deutlich, wie die Interessen und Positionen der kommunalen und der diözesanen Ebene auf die Landesebene transportiert werden können.

Auf die sozialpolitischen Forderungen des Caritasverbands ging Caritasdirektor Georg Falterbaum ein. Der Wortlaut seiner Rede ist hier abrufbar.

Der Leiter des Bayerischen Landesjugendamtes, Hans Reinfelder, referierte über die Grundlagen der Jugendhilfeausschussarbeit (wie Rechtsstellung, Pflichten, Aufgaben). Er betonte die einzigartige Rechtsstellung des Jugendhilfeausschusses und die große Mitverantwortung der Jugendhilfeausschussmitglieder an der Ausgestaltung der Kinder- und Jugendhilfe in der Kommune.

Zu guter Letzt beschrieb Grit Hradetzky, die Strategische Teamleiterin im Bayerischen Landesjugendamt die Jugendhilfeplanung als eine wichtige Aufgabe des Jugendhilfeausschusses und berichtete über Erfahrungen in der Umsetzung. Sie zeigte auf, welche Beteiligungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten im Rahmen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit der öffentlichen und freien Jugendhilfe bestehen.

"Es war ein wichtiger Tag mit vielen hilfreichen Impulsen", resümiert Franz Schlund, Referent für Kinder- und Jugendhilfe in der Abteilung Spitzenverband und Fachqualität. "Besonders das Thema Jugendhilfeplanung werden wir in Zukunft gemeinsam intensiv weiter bearbeiten. Und es freut mich, dass sich die Mitglieder der Jugendhilfeausschüsse eine engere Zusammenarbeit mit und Unterstützung durch den Caritasverband und die DiAG wünschen. Das werden wir zukünftig ausbauen."

Ein nächster Fachtag ist mit Blick auf die Kommunalwahlen und der Neubesetzung der Ausschüsse nächstes Jahr im Sommer geplant.

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Rede Caritasdirektor Georg Falterbaum