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" Fonds Heimerziehung in der Bundesrepublik in den Jahren 1949 bis 1975 " – was kommt danach?

AdelgundeBild: Prinzessin Adelgunde, Namensgeberin des Adelgundenheim,
Quelle: Erziehungshilfezentrum Adelgundenheim

"Die Ergebnisse und Empfehlungen des installierten "Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren" haben einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, die Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Erziehungshilfe und der Leistungen des SGB VIII zu stärken.
Damit führte Michael Eibl in die wichtige Diskussionsrunde am Nachmittag zur Geschichte der Heimkinder und deren aktuellen Stand ein.

Geladene Gäste waren Weihbischof Wörner (Bayerischer Jugendbischof), Herr Brieller (Direktor der Katholischen Jugendfürsorge München) und Herr Rösler (Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder in Bayern).

Die Schaffung von Stützpunkten, den Anlaufstellen war eine der Kernforderungen aus dem Abschlussbericht "Runder Tisch Heimerziehung", Dezember 2010.Herr Rösler skizzierte die bisherige Entwicklung und Ausrichtung der Tätigkeit der Anlaufstelle, die anhand der vorliegende Rückmeldungen durchweg positiv bewertet wird. 
In fachlicher und auch in personeller Hinsicht wurde diese sukzessive den steigenden Bedarfen angepasst.
Herr Brieller berichtete von der kürzlich stattgefundenen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration am 09.07.2015 im Landtag und von Beispielen gelungener Aufarbeitungsprozesse. Dies beinhaltet auch seelsorgerische Beratungsangebote, einschließlich kirchlicher Angebote. 

Angesprochen wurden ebenso (Rechts-)Fragestellung der heutigen Zeit. Was bedeuten die Erkenntnisse für die Gegenwart der geschlossenen Unterbringung? Muss diese generell in Frage gestellt werden?

Der Beirat ehemaliger Heimkinder hat an die beiden konfessionellen Erziehungshilfe Fachverbände appelliert, einen Fachtag zum Thema "Trauma" als Folge der Heimerziehung der damaligen Jahre zu initiieren.

Konkret wird dies am 26.10 2015 in einer Planungsgruppe mit den jeweiligen Geschäftsführern der Verbände, Frau Rummel (LVkE),Herr Zapf(eev) und Herrn Rösler von der Anlaufstelle angegangen.
Den konfessionellen Verbänden liegen die aktive Auseinandersetzung und das Anliegen der ehemaligen Heimkinder weiterhin sehr am Herzen.

Weihbischof Wörner wird von dieser für alle Beteiligten fruchtbaren Diskussion und dem Engagement der Kirche in der Freisinger Bischofkonferenz im November 2015 berichten.




Stand 08.10.2015
P. Rummel


Bild: Quelle: Erziehungshilfezentrum Adelgundenheim München