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Jungen Menschen den Übergang in die Eigenständigkeit erleichtern – Eibl und Woerlein setzen sich für Care Leaver ein

Anlass für die Forderung nach flächendeckendem Case Management sind die Antworten der Staatsregierung auf eine gemeinsam erarbeitete Schriftliche Anfrage an das Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziale. "Unsere Anfrage zeigte, dass die Bayerische Staatsregierung nur sehr wenig tut, um eine flächendeckend einheitliche und gute Betreuung der jungen Menschen im Freistaat sicherzustellen, die dringend auf Unterstützung angewiesen sind. Daran muss sich etwas ändern. Deswegen setze ich mich für flächendeckendes Case Management für alle Care Leaver in Bayern ein", betont Woerlein.

Auch Michael Eibl ist davon überzeugt, dass der Freistaat mehr für seine Care Leaver machen muss: "Wenn Jugendhilfemaßnahmen zu Ende gehen, muss den jungen Menschen dabei geholfen werden, dass sie in geeigneten Wohnformen unterkommen. Hier brauchen wir gesetzlich verbindliche Regelungen, um zu verhindern, dass diese Menschen obdachlos werden. Von daher müssen zielgerichtete Förderprogramme für bezahlbaren Wohnraum, vor allem für den sozialen Wohnungsbau von den Kommunen, Ländern und dem Bund sowie der Wohnungswirtschaft, aufgestellt werden."

Hintergrund: Care Leaver sind junge Menschen, die einen Teil ihres Lebens in öffentlicher Erziehung verbracht haben (beispielsweise in Wohngruppen oder Pflegefamilien) und sich am Übergang in ein eigenständiges Leben befinden. Allein in Bayern waren das im Jahr 2016 über 8000 Personen.

Case Manager werden in etlichen Bereichen im sozialen und gesundheitlichen Bereich seit längerer Zeit erfolgreich eingesetzt, um eine möglichst optimale und dabei kosteneffiziente Betreuung der Klienten sicherzustellen.