Gremien

Klausurtagung des Ständigen Fachausschusses in Benediktbeuern

Mitten im oberbayerischen Voralpenland, wo sich auch schon die Künstlergruppe des Blauen Reiters von der Naturkulisse inspirieren ließ, tagten die Geschäftsführenden der diözesanen Arbeitsgemeinschaften der katholischen Einrichtungen (AGkE’n und DiAG‘s) zusammen mit dem Geschäftsführenden Vorstand in dem ehemaligen Benediktiner Kloster. An den zwei Tagen sollten aktuelle Herausforderungen, wie die SGB VIII Reform und junge Flüchtlinge (jF), thematisiert und die verbandspolitische Weiterentwicklung beraten werden.

Wie auch in dem spirituellen Impuls des ersten Tages von Ich bin der "Ich bin da" (Exodus 3,14 sowie weiterführender Link unten), sieht der LVkE seine Aufgabe darin in den Dialog zu gehen, seinen Mitgliedern als Ansprechpartner, Berater und Kollege beizustehen und gleichzeitig als fachliches Sprachohr verstärkend nach außen zu Politik und Gesellschaft zu wirken. Dazu klärten die Teilnehmenden in einem intensiven Austausch die unterschiedlichen Arbeitsorganisationen und Aufgabenprofile der einzelnen AGkE‘ und DiAG’s, das Zusammenspiel der Diözesen mit dem LVkE und deren zukünftige Vernetzungsarbeit. Das Ergebnis ist eine Verbandsstruktur, die einen klaren Kommunikationsfluss innerhalb der diözesanen und landespolitischen Strukturen ermöglicht. So versteht sich der LVkE nicht nur als Spitzenverband des Landes Caritasverbands, sondern erhebt auch den Anspruch der Anwaltschaft einer engagierten Solidargemeinschaft. Besonders erfreulich ist die positive Rückmeldung von Seiten der Mitgliedseinrichtungen, die die fachliche Entwicklung des LVkE erkennen und die wichtige politische Lobbyarbeit vertrauensvoll in seine Hände legen.  

Am zweiten Tag widmeten sich die Teilnehmenden aktuellen Herausforderungen in den Erziehungshilfen. Diskutiert wurde u.a. die Thematik Inklusion. Was heißt das für die Mitgliedseinrichtungen des LVkE und wo sind erkennbare Schnittstellen? Der Erfahrungsaustausch aus den regionalen Koordinierungskreisen zur Integration von Flüchtlingen zählte genauso zu den Tagesordnungspunkten wie die politische Konkretisierung der SGB VIII Reform in den Herbst hinein. Es waren zwei Tage intensiver Diskurse und reichhaltiger Ergebnisse.

 

Zum Ende erhielten die Teilnehmenden eine Führung durch das alte Kloster, das seit dem 8. Jahrhundert existiert und heute von den Salesianern Don Boscos geführt wird. Auch heute noch kann man seine ereignisreiche Geschichte erahnen, die detailreichen Stuck- und Schnitzarbeiten bewundern und über den Fundort der Carmina Burana staunen.