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Viele gemeinsame Themen, an die angeknüpft wird

"Für die vergangenen vier Jahre können wir ein positives Resümee ziehen. Wir haben viele gemeinsame Themen gesetzt, beide Geschäftsstellen haben gut zusammengearbeitet. An die vielen konstruktiven Gespräche mit den bayerischen Politikern können wir anknüpfen," sagte Michael Eibl, Vorsitzender des LVkE. "Genauso wie durch die Digitalisierung alles schneller wird, müssen wir nun noch schneller reagieren und uns noch offener austauschen." Auch der neuen Vorsitzenden des eev, Kerstin Becher-Schröder, ist das wichtig: "Um effektiv zu arbeiten ist uns für eine ökumenische Zusammenarbeit auf regionaler Ebene eine gute Priorisierung der Themen wichtig."

Und gemeinsame Schnittstellen gibt es viele. Ganz aktuell bewegt beide Verbände die Weiterführung der unabhängigen Anlauf- und Beratungsstellen für ehemalige Heimkinder. Der Fond "Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975" sollte eigentlich Ende 2018 auslaufen, doch der Bedarf der Betroffenen ist immer noch vorhanden. Ende November bekräftigte Familienministerin Kerstin Schreyer, dass die Arbeit auch in 2019 weitergeführt werden soll. Der LVkE und eev freuen sich darüber und hoffen, dass die Anlauf- und Beratungsstellen lückenlos weiterlaufen können, auch wenn der Doppelhaushalt für 2019/2020 noch nicht feststeht. Weitere wichtige Themenfelder in diesem Bereich werden auch in Zukunft Prävention sowie Erinnerungskultur sein, aber auch, wie mit der Altersversorgung von Betroffenen umgegangen werden kann und soll.

Mit dem Wechsel der Regierung geht es außerdem beiden Fachverbänden darum, Ihre Interessen und Ihre Expertise an die neuen Politikerinnen und Politiker heranzutragen und Ihnen zu zeigen, wo der Schuh in der Jugendhilfe drückt. Wichtig hierbei sind die Bereiche Ombudschaftswesen, Care-Leaver, Investitionskosten für die Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe, der Fachkräftemangel und in diesem Zuge auch der Stellenwert der Kinder- und Jugendhilfe in der Gesellschaft. "Es geht auch um die Frage: Was trägt die Jugendhilfe zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei?" sagte Joachim Nunner, Stellvertretender Vorsitzender des LVkE.

Neben gemeinsamen Positionierungen, wird es zudem im Jahr 2019 wieder gemeinsame Veranstaltungen geben, um die Ressourcen bestmöglich zu nutzen.