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Stand: 13.10.2014

Pressemitteilung

Besuch des Apostolischen Nuntius Dr. Nikola Eterovic in der Inobhutnahmeeinrichtung der KJF für junge Flüchtlinge

Nuntius besucht InobhutnahmeeinrichtungBild v.li.: 1. Vorsitzender der KJF Prälat Dr. Josef Schweiger, apostolischer Nuntius Dr. Nikola Eterovic, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Caritasdirektor Msgr. Dr. Roland Batz.Foto: Christine Allgeyer

Begleitet von H.H. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und Msgr. Caritasdirektor Dr. Roland Batz informierte sich Erzbischof Eterovic über die Arbeit in der ersten Inobhutnahmeeinrichtung für die Oberpfalz, die von der Katholischen Jugendfürsorge in Regensburg aufgebaut wurde. Der Vorsitzende der KJF, Prälat Dr. Josef Schweiger, und KJF-Direktor Michael Eibl freuten sich sehr über den besonderen Gast und sein Interesse an der Arbeit mit den jungen Flüchtlingen.

"Es ist uns eine besondere Ehre und Freude Sie heute begrüßen zu dürfen", empfing Prälat Dr. Josef Schweiger Erzbischof Eterovic und Bischof Voderholzer. Nach einführenden Worten zum Kinderzentrum St. Vincent für 140 Kinder und Jugendliche, in der die Inobhutnahmeeinrichtung (30 Plätze) angesiedelt ist und Außenwohngruppen (20 Plätze) für die jungen Flüchtlinge angegliedert sind, führte der Gesamtleiter von St. Vincent Wolfgang Berg die Gäste an einen mit vielen Köstlichkeiten gedeckten Tisch. In ihrer Wohngruppe hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit jungen Flüchtlingen, vornehmlich aus Afghanistan und Syrien - weitere aber auch aus Pakistan und Eritrea alles für den Besuch hergerichtet.

Nuntius besucht InobhutnahmeeinrichtungBild v.li.: Caritasdirektor Msgr. Dr. Roland Batz, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, apostolischer Nuntius Dr. Nikola Eterovic, KJF-Direktor Michael Eibl, Gesamtleiter von St. Vincent Wolfgang Berg.Foto: Christine Allgeyer

KJF-Direktor Michael Eibl zeigte dem Nuntius die Situation der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Bayern und insbesondere in der Diözese auf. "Bayernweit werden in 2015 weitere 15.000 junge Menschen zu den bereits 6.100 (Stichtag 31.12.2014) aufgenommenen erwartet", so Eibl, "das fordert uns enorm heraus. Allein hier in der Diözese haben katholische Einrichtungen mittlerweile 230 junge Flüchtlinge aufgenommen, davon befinden sich 150 in Einrichtungen der KJF." Angesichts steigender Flüchtlingszahlen müsse die KJF geeignete Immobilien für die Nachbetreuung der Jugendlichen in Wohngruppen finden, so Eibl. Dies und die Bereitstellung von fachlich gut qualifiziertem Personal forderten besonders heraus.

Obgleich die jungen Menschen erst wenige Monate in Regensburg sind, konnten sie auf die Fragen der Gäste recht gut antworten. "Woher kommt ihr?", "Wie lange ward Ihr auf der Flucht?", "Was sind eure Wünsche für die Zukunft?". Alle wünschen sich in Deutschland bleiben, die Schule abschließen und eine Ausbildung oder ein Studium beginnen zu können. Krieg, Terror und Verfolgung sind die Gründe, warum die für junge Menschen so selbstverständlichen Wünsche in der Heimat nicht Wirklichkeit werden können. "Hier bei uns haben sie einen sicheren Ort nach oft traumatisierenden Erlebnissen während der Flucht gefunden", erklärte Wolfgang Berg. Die pädagogischen Fachkräfte in der Einrichtung unterstützen und begleiten die Jugendlichen professionell und mit besonderem Engagement, stellte er heraus.

Die Gäste brachten ihre Wertschätzung und Anerkennung für die Arbeit der Fachkräfte in der Inobhutnahmeeinrichtung zum Ausdruck. Der Nuntius würdigte das Engagement der KJF: "Hier ist ein Ort der christlichen Liebe, ein Ort des Dialogs und des Respekts." Msgr. Caritasdirektor Dr. Batz unterstrich das breite Engagement der Kirche in der gesamten Caritas für Flüchtlinge.

Text und Bilder: Christine Allgeyer

 

 
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