Was die Kinder- und Jugendhilfe bewegt

GFV LVkE und MdB Ulrike Bahr

Oben: Michael Eibl (li), Joachim Nunner (re)
Mitte: Petra Rummel (li), MdB Ulrike Bahr (re)
Unten: Dr. Ruth Vornefeld (li), Markus Mayer (re)

Zentrale Inhalte des Gesprächs waren der derzeitige Sachstand rund um den SGB VIII Prozess "Mitreden - Mitgestalten", die Unterstützungsleistung der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere die der Erziehungshilfe in den Zeiten der Corona-Pandemie, die Weiterentwicklung des Ombudschaftswesens sowie Fragen der Finanzierung und des Fachkräftemangels.

Zur Begrüßung führte Michael Eibl, Vorsitzender des LVkE, an, dass der LVkE es sehr zu schätzen wisse, dass MdB Ulrike Bahr nah an den Themen der Kinder- und Jugendhilfe dran sei, die Praxis und ihre Erfahrungen einbeziehe und diese in die Politik rückkoppele. Ulrike Bahr betonte ebenfalls an dieser Stelle, dass es ihr ein ganz zentrales Anliegen sei, den Kontakt und den Dialog zu pflegen, gut im Austausch zu bleiben. Nur so könne sich Kinder- und Jugendhilfe ihrer Ansicht nach qualitativ weiterentwickeln.

Aktuell - so sind sich die Gesprächsteilnehmer*innen einig - warten alle auf den SGB VIII Referentenentwurf. Derzeit befindet sich dieser in der Frühkoordinierung mit dem Bundeskanzleramt und geht danach in die Ressortabstimmung. Mit Blick auf das parlamentarische Verfahren besteht die Hoffnung, dass dieses im Herbst 2020 in Gang gesetzt wird. Wichtig ist allen eine starke Kinder- und Jugendhilfe und ganz besonders die Stärkung des Kinderschutzes. In den letzten Wochen vor der parlamentarischen Sommerpause hatten aber die Beratungen zu Corona-Hilfen und zum Konjunkturpaket Vorrang.

Zum Abschluss bedankte sich Vorsitzender Michael Eibl nochmals bei MdB Ulrike Bahr für die Anerkennung, die sie allen Beteiligten und Wirkenden im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe gibt: "Gerade in diesen Zeiten hat sich wieder gezeigt, wie krisenerprobt die Kinder- und Jugendhilfe ist, mit welcher Professionalität und Flexibilität sie sich auf die neue Situation eingestellt hat und den hohen Belastungen standgehalten hat - obwohl sie dabei oft nicht gesehen wird," betonte Eibl. "Doch auch hier braucht es Sicherheit und Stabilität, gerade in finanzieller Hinsicht." "Und dafür werde ich mich weiterhin mit aller Kraft einsetzen", so Ulrike Bahr.